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Kaprun - Auszeit in der Hochgebirgsregion Hohe Tauern


Eigentlich hatten wir uns vorgenommen eine Auszeit zu zweit mit Wellness und Entspannung in Kaprun zu genießen. Die Wettervorhersage gab uns in unserer Annahme recht – es sollte regnerisch, kühl und bewölkt werden.

 Dann kam alles anders. Als wir in unserem Hotel direkt in Kaprun eincheckten, bekamen wir die „Zell am See/Kaprun – Sommerkarte“ mit dem Zimmerschlüssel überreicht. Mit dieser öffnet sich ein Paradies an zu nutzbaren Seilbahnen und vielen weiteren Ausflugsmöglichkeiten.

 Im Hotelzimmer angekommen, schmiedeten wir bereits Pläne für die nächsten Tage, denn das Wetter sollte besser als gehofft werden.


Ausflugsmöglichkeiten

Kitzsteinhorn

 Zuerst beschlossen wir, dass Kitzsteinhorn zu erkunden. Mit der Maiskogelbahn ging es über die die 3K-Connect Seilbahn mit dem Gletscherjet hinauf auf das Kitzsteinhorn.

 

Corona Maßnahmen waren insofern spürbar, dass man beim Anstellen auf den Abstand achten musste und das Maskenpflicht am Seilbahnareal und in den Gondeln war. Es wurde darauf geachtet, dass Familien alleine in den Gondeln fuhren.

 

Auf 3029m angekommen erstreckt sich ein wunderbarer Blick über die Gebirgsketten der Hohen Tauern. Nach einer heißen Schokolade mit warmen Apfelstrudel sichteten wir eine Möglichkeit zum „Zipfelbob fahren“, dass wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Dafür ist kein Eintritt oder ein anderes Entgelt zu bezahlen – jedenfalls eine Fahrt wert.

Das Wetter wurde nachmittags schlechter, sodass es nach einem kleinen gemütlichen Spaziergang bei der Mittelstation wieder in Richtung Hotel zurück ging.


Kaprun-Hochgebirgsstauseen

Eine der imposantesten Bauwerke der Nachkriegszeit, bilden die Speicherseen Wasserfallboden und Mooserboden in Kaprun. Hier findet auf modernste Weise, die Stromerzeugung durch Wasserkraft für viele Haushalte statt.

 

Parkmöglichkeiten sowie Tickets für die Shuttlebusse und die Staumauerführung (6 € pro Person/Stand 08.2020) gibt es  in der Kesselbodengasse 98. Von hier aus starten auch bereits die Busse zu den Stauseen.

 Zu den Stauseen gelangt man ausschließlich mit den Shuttlebussen, mit der Ausnahme hinauf zu wandern.

 

Auf einer Höhe von über 2000m angekommen, schnuppert man erfrischende Hochgebirgsluft. Anfangs war das Wetter nur bewölkt, bevor es nach einer ca. 1h Staumauerführung sehr nebelig wurde und zu regnen begann.

 Wir erkundeten anschließend die „Erlebniswelt Strom“ einer Ausstellung, wo es um die Stromerzeugung und den Bau der Stauseen ging. Nach einer Stärkung im Bergrestaurant Mooserboden ging es mit dem Shuttle wieder talwärts.

Sigmund Thun Klamm

Nachmittags erkundeten wir die beeindruckende  Sigmund Thun Klamm. Diese ist 320m lang, 32m tief und entstand durch das Schmelzwasser mehrerer Gletscher. Durch Holzstege kann man das herunterfallende Wasser beobachten und die Ruhe  genießen.

 

Nach einer halben Stunde gelangt man an das Ende der Klamm. Anschließend bietet sich noch die Möglichkeit eine Runde um den Klammsee zu spazieren. Mit liebevoll angelegten Rastplätzen lädt dieser Rundwanderweg zum längeren Verweilen ein.


Schmittenhöhe

 Mit der Schmittenhöhebahn ging es am darauffolgenden Tag auf die Schmittenhöhe, den Hausberg von Zell am See, hinauf. Nach Erkunden der Wandermöglichkeiten, entschlossen wir in Richtung Maurerkogel aufzubrechen. Die gute Beschilderung ließ trotz einziehender Nebelfelder keine Wünsche übrig. Durch Wälder und Steige wanderten wir über grüne Hügel und Weiden. Ich fühlte mich zwischenzeitlich, wie wenn ich auf den Azoren wäre - traumhafte lange Pfade, mit tiefen Schluchten umhüllt von Gebirgsketten. Trittsicherheit und eine gute Kondition ist jedenfalls erforderlich. Nach 2h erreichten wir den Gipfel des Maurerkogels. Die Nebelfelder waren für einen kurzen Augenblick verzogen und wir konnten den Ausblick genießen, bevor es wieder zurückging. Insgesamt sollte man 4h für die Wanderung einplanen.

 

Das Mittagessen im Bergrestaurant Schmittenhöhe hatten wir uns anschließend wirklich verdient. Nach einer ausgiebigen Pause war für uns der vorletzte Urlaubstag schon beinahe um.


FAZIT:

 Die Region Zell am See/Kaprun ist für Wander- und Naturliebhaber perfekt geeignet. Mit unserem Aufenthalt von insgesamt 5 Tagen (mit An- und Abreisetag) war es für uns völlig ausreichend.

 Ich denke auch, dass bei einem Wellness- oder Familienurlaub keine Wünsche unerfüllt bleiben.

 Insgesamt hatten wir eine tolle Zeit und konnten unseren Kurzurlaub sehr genießen.


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